Franz Marc


Unsere reizvolle Landschaft hat bereits viele berühmte Maler wie z.B. Bernhard Stange, Franz Marc und Heinrich Campendonk verzaubert.

Franz Marc, der von 1909 bis 1914in Sindelsdorf lebte, schuf hier seine bedeutendsten Werke und war Mitbegründer der Künstlervereinigung der Blaue Reiter.


Nicht nur die Landschaft rund um Sindelsdorf hat Franz Marc gefallen auch das Essen
hat ihm und seinen Begleitern beim Eberl (s. Chronik des Gasthofes zur Post) geschmeckt.

Am 28.1.1911 schrieb Franz Marc an Maria:
".......Wir holten Koehler im Schlitten ab; bei Eberl sehr gutes Essen (ich gab ihm einen Wink, wer der "Herr" ist - nun kannst Du Dir sie vorstellen!) Dann zu mir........"

Am 5.2.1911 schrieb er:
"Wir aßen bei Eberl und stapften dann durch tiefen Schnee zu mir...."
 

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Franz Marc eine Kurzbiographie
in Verbindung mit dem Gasthof zur Post Burger (zum damaligen Gasthof Eberl)

Franz Marc wurde am 8. Februar 1880 in München geboren.
Sein Vater war der Maler Wilhelm Marc. Seine Mutter kam aus dem Elsass und so wuchsen Franz und sein 3 Jahre älterer Bruder Paul zweisprachig auf.

Nach dem Abitur entschied er sich für ein Kunststudium, das er 1900 begann. Im Herbst 1902 schreibt er sich nicht mehr an der Kunstakademie in München ein und verbringt ein Jahr in Frankreich.
In der Zeit von 1900 bis 1908 war Marc häufig in Kochel, in Lenggries und vor allem auf der Staffelalm unterm Rabenkopf, wo bis heute Malereien von seiner damaligen Anwesenheit zeugen.

Den Sommer 1909 verbringt Franz Marc erstmals in Sindelsdorf und entschließt sich daraufhin im Frühjahr 1910 sein Münchner Atelier aufzugeben und ganz nach Sindelsdorf zu ziehen.
Hier entstehen 1911 die Künstlervereinigung der „Blaue Reiter“ und seine bedeutendsten Werke.
Zu Beginn des Jahres 1914 suchen er und seine 2. Frau Maria ein eigenes Heim und ziehen nach Ried bei Benediktbeuern.

Als der 1. Weltkrieg im August 1914 ausbrach, wird Franz Marc an die Front nach Frankreich gesandt. Am 4. März 1916 ist er bei Verdun gefallen.
 

Einer, der Marc an der Front noch gesehen hat, war der junge Wirt Ludwig Burger. Er traf ihn bei einem Pferdetransport bei Verdun. Burger war es auch, der Franz Marc ein provisorisches Grab im Schlosspark von Goussainville hergerichtet hat.

1917 erfolgte die Überführung des Leichnam in den Kocheler Friedhof.




Literatur- und Quellenverzeichnis:

  • Mrotzek Elvira, Turkovic Vildana: Das blaue Land vor den Bergen: Vom Walchensee bis nach Penzberg. 1998 Eigenverlag Elvira Mrotzek, Oberanger 20, Penzberg
  • Steinberger Karl: Aus der Geschichte von Sindelsdorf. 1982 Verlag: Gemeindeverwaltung Sindelsdorf
  • FRANZ MARC 1880-1916: Eine Ausgabe zu einer Ausstellung vom 27.8. - 26.10.1980 von der Städtischen Galerie im Lenbachhaus München.